Wasserturm
Überblick
Der Wasserturm Rheinfelden ist ein 35 Meter hoher, stillgelegter Wasserturm in der baden-württembergischen Stadt Rheinfelden und gilt als städtisches Wahrzeichen. Im Zuge der Industrialisierung des aufstrebenden Ortes errichtete die „Kraftübertragungswerke Aktiengesellschaft“, damals für die zentrale Wasserversorgung zuständig, den Turm zwischen 1898 und 1899. Die konstruktive Planung erfolgte durch das Schweizer Ingenieurbüro F. Pictet. Am 12. April 1938 übernahm die Stadt die Wasserversorgungsanlage von den Kraftübertragungswerken. Der Wasserturm versorgte Rheinfelden bis 1971 mit Trinkwasser, bevor ein Hochbehälter im Stadtteil Nollingen mit 3.000 Kubikmetern Fassungsvermögen diese Funktion übernahm.
Nachdem zunächst die Sprengung des Turms erwogen wurde, entschied man sich Anfang der 1980er Jahre für eine Renovierung zum Preis von 750.000 Mark. Seither wird der Turm von der Rheinfelder Narrenzunft genutzt, deren über 30 Cliquen hier aktiv sind. 1993 eröffnete in den Räumlichkeiten das Narrenmuseum, das in einer Dauerausstellung verschiedene Fastnachtskostüme präsentiert. Besichtigungen des Wasserturms sind auf Anfrage bei der Tourist-Info möglich, sodass Besucher heute nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern auch ein Stück lokaler Fastnachtstradition erleben können.
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